Pro Biene oder was?

BZ-hautnah „Auf Konfliktkurs“ zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“

– wir vom Ortsverband Bündnis90/Die Grünen Endingen waren dabei! Kaum ein Thema ist am Kaiserstuhl momentan so präsent wie dieses, und wer bei diesem Thema mitdiskutieren oder mitentscheiden will, ist gut beraten, sich so umfassend wie möglich zu informieren.

Auf Einladung der Badischen Zeitung diskutierten im Freiburger Friedrichsbau Johannes Enssle (Bundesvorsitzender des NABU und Unterstützer von Pro Biene), Prof. Alexandra-Maria Klein (Naturschutz und Landschaftsökologie/Uni Freiburg), Manfred Kraft (Imker), Stefan Leichenauer (Landwirt), Hansjörg Stücklin (Weinbauberater Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) und Werner Räpple (Präsident des BLHV).

Der Rückgang der wildlebenden Insekten in Deutschland ist besorgniserregend – nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die gesamte Biomasse der Insekten ist in den letzten zehn Jahren um 70% zurückgegangen. Es muss dringend etwas geschehen – nur was und wie? Viele Meinungen prallten gestern Abend aufeinander und es hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Konfliktparteien miteinander im Gespräch bleiben und „nicht übereinander, sondern miteinander reden“, wie Holger Knöferl von der Badischen Zeitung in seiner Anmoderation erwähnte. Was uns an diesem Abend besonders erstaunt hat: In vielen Punkten scheinen die Anliegen der Konfliktparteien gar nicht so weit auseinander zu liegen. So setzen sich viele der anwesenden Landwirte, auch aus dem Publikum, schon seit langem für einen moderaten und überlegten Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und für die Artenvielfalt ein. Gleichzeitig plädierte auch Johannes Enssle als Befürworter des Volksbegehrens für einen besseren Schutz der bäuerlichen Familienbetriebe.

Die Entscheidung, ob ihr das Volksbegehren unterschreiben wollt oder nicht, können und wollen wir euch nicht abnehmen. Aber was wir alle tun können, Unterstützer und Kritiker des Volksbegehrens: Informiert euch genau über die Inhalte und Begrifflichkeiten des Gesetzestextes, bevor ihr euch für oder gegen eine Unterschrift entscheidet. Und: Lasst uns noch genauer darauf schauen, woher unsere Lebensmittel stammen. Lasst uns noch mehr bio und/oder regional einkaufen und nicht zum importierten Obst und Gemüse aus dem Supermarkt greifen. Lasst uns immer öfter bereit sein, für diese Produkte mehr Geld auszugeben. Auch dann wäre der Artenvielfalt und vielen Landwirten schon sehr geholfen.

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